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ExpRessBio (Expertengruppe Ressourcenmanagement Bioenergie in Bayern)

von agrarANTRIEB

„Agrarrohstoffe und Holz wachsen zwar immer wieder nach, sind jedoch nicht unendlich verfügbar und müssen deshalb effizient produziert und eingesetzt werden.“ erklärt Projektleiter Dr. Edgar Remmele vom Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing zum Start des Vorhabens. „Bei der Nutzung Nachwachsender Rohstoffe werden fossile Ressourcen geschont und Treibhausgasemissionen vermieden. Dies umso mehr, wenn es gelingt, die Biomasse unter Entstehung von möglichst wenigen Treibhausgasemissionen zu produzieren und effizient, wenn möglich in Kaskaden, zu verwenden.“ 

Wissenschaft und Praxis sind sich einig, dass insbesondere bei der Biomasseproduktion noch Potential vorhanden ist, Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Dieses Potential kann aber nur genutzt werden, wenn eine standortspezifische Optimierung erfolgt. Lokale Produktionsbedingungen wie Boden und Klima müssen stärker berücksichtigt werden. Dabei darf aber der betriebswirtschaftliche Erfolg der Land- und Forstwirte und der volkswirtschaftliche Nutzen nicht aus dem Auge verloren werden. Die Politik zu beraten und langfristig Handlungsempfehlungen für die Praxis zu erarbeiten, ist das Ziel des Forschungsverbundes „Expertengruppe Ressourcenmanagement Bioenergie in Bayern – ExpRessBio“. Unter der Koordination des Technologie- und Förderzentrums arbeiten hierzu die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft - Institut für Landtechnik und Tierhaltung, die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, die Technische Universität München mit den Lehrstühlen für Holzwissenschaft und für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme sowie das Wissenschaftszentrum Straubing - HS Weihenstephan-Triesdorf - Fachgebiet für Ökonomie Nachwachsender Rohstoffe eng zusammen. Ein reger Informationsaustausch soll darüber hinaus mit der bayerischen Energieagentur „Energie Innovativ“, den Bayerischen Staatsforsten, dem Cluster Forst und Holz und dem Bayerischen Bauernverband gepflegt werden. Dr. Edgar Remmele: „Wir freuen uns sehr, ein bundesweit wegweisendes Forschungsvorhaben auf den Weg gebracht zu haben und sind überzeugt, einen wichtigen Beitrag zur Treibhausgasminderung in Bayern zu leisten.“ 

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